14
Jun
2015

Cynicpool

Völlig unerwartet bin ich soeben auf ein Meisterstück des Zynismus gestoßen: "Deadpool kills the Marvel Universe"

Augenscheinlich handelt es sich um ein typischen Was-wäre-wenn-Szenario, wie es häufig mal vorkommt.
In meiner Wahrnehmung handelt es sich um eine typisch amerikanische Denkweise, Dinge nicht einfach so zu belassen, wie sie sind, sondern sich Varianten, Abwandlungen und Neu-Kreuzungen auszudenken. Im selben Suppentopf schwimmen übrigens auch die "X vs. Y"-Spielereien, da man ja auch unbedingt wissen muss, wer einen Zweikampf gewinnen würde, Superman oder der Weihnachtsmann.

Vor gar nicht allzu langer Zeit las ich "Punisher kills the Marvel Universe". Damals erfand man einen Virus, der alle Marvel-Helden befiel und sie evolutionär Rückschritte machen ließ, sodass alle zu aggressiven Barbaren wurden, die der Punisher einem nach dem anderen erlegen musste. Wahrscheinlich aufgrund anhaltender Bitten und Wünsche der Fans wurde der gleiche Grundgedanke dann mit Deadpool wiederholt - aber nicht mit derselben Prämisse eines Virus, das den Protagonisten zum letzten klar Denkenden macht. Nein, ganz im Gegenteil.
Die inhaltliche Prämisse der Handlung ist nur Mittel zum Zweck einer zynischen Botschaft, wie ich sie so seit einer "Gespenster Geschichten"-Erzählung in meiner frühen Jugend bis dato kein zweites Mal so gut umgesetzt erlebt habe. Rein inhaltlich geht es darum, dass Psycho Man eine Armee aus Schurken und Killern aufstellen will, um eine Invasion gegen unser Universum zu fahren. Kandidat Nr. 1 ist Deadpool, dem er gehörig im Kopf herumpfuscht und ziemlich einfach dessen beide Stimmen ausknippst, zugunsten einer gänzlich neuen. Diese neue Stimme ist die bisher immer unter Zwie-Selbstgesprächen, wirren Gedankenstrudeln und Konzentrations-Unfähigkeit verschüttet gelegene Klarheit und Fokussiertheit Deadpools. Psycho Mans Eingriff sorgt nun schlagartig für Ordnung und Gewissheit in Deadpools Geist. Die Folge ist eine Mission der Vernichtung. Alle müssen sterben, schnell und eindeutig.
An sich klingt das unglaublich lahm und sehr amateurhaft an den Haaren herbeigezogen. Das wäre es auch, wenn wir mit Herrn Deadpool nicht einen ganz besonderen Kandidaten vor uns hätten. Um es besonders mystisch klingen zu lassen: Er weiß es!

Gemeint ist, dass Deadpool zu den wenigen Figuren (wie Animal Man, Ambush Bug und irgendwie auch Lobo) gehören, die sich darüber im Klaren sind, dass sie fiktive Figuren in fiktiven Welten darstellen und nur ihre Rolle spielen. Deadpool kam damit immer gut klar und den Fans gefiel es natürlich auch, dass der so schon durchgeknallte Killer sich auch noch auf ganz anderer Ebene über die Superhelden und -schurken lustig machen konnte.
Aber warum sorgt Deadpools plötzlicher Fokus für die Gewissheit, dass alle sterben müssen? Deadpools Meta-Wissen, seine Selbstgewissheit als fiktive Figur lässt ihn wissen, dass alles nur Komödie ist und nichts von Dauer oder Bedeutung. Es kann passieren, was will und schon in der nächsten Ausgabe kracht der Retcon herein und alles ist wieder beim Status Quo oder sogar noch langweiliger als vorher.
Um der Sache noch einen draufzusetzen, weiß er außerdem, dass er in einer Alternativgeschichte steckt, die sich nur darum dreht, dass er alle anderen umbringt. Er weiß also, dass dies nur ein Theaterstück von vielen ist und er dieses Mal nicht verlieren kann, denn sonst wäre es nicht "Deadpool kills the Marvel Universe", der Freifahrtsschein.

Im letzten Duell mit Taskmaster erklärt Deadpool exakt auf den Punkt gebracht den Sinn seiner Mission: Er erlöst die Spielbälle davon, dass mit ihren Schicksalen und Gefühlen jongliert wird: "I can save us all from this endless cycle of continuity!" proklamiert er, denn er weiß, dass es in dieser Geschichte keine wundersame Wiederauferstehung geben wird. Dies ist seine eine Chance, etwas endgültig zu beenden, nämlich diese Farce von einer Existenz, die auf Gedeih und Verderb auf das Gutdünken anderer ausgeliefert ist und immer etwas Sehenswertes darstellen muss, um interessant und verkaufsfähig zu bleiben.
Er hat dermaßen viel Gewissheit über seine einmalig außergewöhnliche "Erlaubnis", dass er direkt aufhört, wirren Unsinn zu reden und stattdessen kristallklare Wahrheiten serviert. Sein Schlusswort zu Wolverine lautet: "Your tendency to come back from the brink of death has nothing to do with your healing factor. Your mutant power isn't regeneration. It's popularity."
Eine beliebte Figur verkauft sich gut und wer würde eine solche Figur wirklich sterben lassen? Ein bisschen Drama hier und da, gern auch mal ein "Tod", aber niemals wird man so ein Material komplett aus dem Markt zurückziehen. In der Welt von DKTMU kann Wolverine aber sterben, denn in dieser Geschichte abseits des Kanons ist alles erlaubt, was der Grundidee, dem Fan-Fetisch, dient: Deadpool macht sie alle kalt! Im Grunde hätte er auch im einem abgebrochenen Zahnstocher losziehen können. Deadpool tötet nicht mit seinen Waffen, sondern mit der Maßgabe, die ihm gewährt wurde und das spürt man immer wieder in der Erzählung. Teilweise erfolgen die Morde ohne Anstrengung und erst recht ohne Passion, ohne Nervenkitzel, ohne Mordlust - denn so spektakulär es an sich klingen muss, dass Deadpool auf einen Feldzug gegen alle, gut wie böse, loszieht und wirklich einen nach dem anderen umbringt, ebenso lasch und fahl ist das alles, denn Macher, Leser und Protagonist wissen, dass es nur eine Was-wäre-wenn-Welt ist. Rollenspiel, Maskerade, Prostitution.

Die absolute Krönung ist der Tod von Charles Xavier. Er stirbt nicht durch eine Gewalttat, sondern durch das Lesen Deadpools neuer, von Erkenntnis und Meta-Klarheit beherrschter Gedanken. Xavier will Deadpools Gehirn stilllegen und "betritt" es, doch er ist seinem Geist in dieser neuen Form nicht gewachsen; eine Art Rückkopplung entsteht und Xaviers eigenes Bewusstsein erlischt. Der Blick des hirntoten Professor X richtet sich auf den Leser und scheint zu fragen "Zufrieden? Mehr davon?"

Xavier
© Marvel

Am Ende versuchen die Macher, ihr Werk ins Humoristische zu retten, als sie sich selbst ins Comic einfügen und damit der Lächerlichkeit sowie dem entfesselten Deadpool preisgeben, doch der Stachel sitzt längst. Der Zeigefinger ist auf den Leser gerichtet, das Urteil gesprochen.
Wenn das Objekt, auf das der Voyeur schaut, auf welches der Fetischist seine Phantasie projiziert, sich plötzlich an ihn wendet und auf ihn zurück reflektiert, ist der Spaß entlarvt: Das hier ist alles nur Humbug, alles nur Mummenschanz zu Deiner Unterhaltung! Du willst ja keine Dokus schauen oder Sachbücher lesen! Du willst "Action" und Gewalt, gern mit einer Prise sadistischer Kreativität. Das macht Dich an und dann sitzt auch die Brieftasche locker. Gern bediene ich Dich, ist ja leicht verdientes Geld."

Autor Cullen Bunn hätte alles ganz harmlos und mit gewohntem Deadpool-Humor abfeiern können, aber er hat sich zur Maßgabe gemacht, nicht einfach nur Deadpool alle Helden und Schurken umbringen zu lassen, sondern auch das Alleinstellungsmerkmal der Figur zur Waffe zu machen. So bringt in der Figurenwelt nicht eine Figur alle anderen um, eine Idee entlarvt - und tötet damit - eine andere. Radikal zu Ende gedacht tötet Deadpool damit nicht nur das Marvel-Universum, sondern fiktionales Erzählen als solches.

31
Mai
2015

Nicht-Doku

Irgendwann mal kam ein halbwegs kreativer Mensch aus der Unterhaltungsbranche auf die Idee, eine fiktive Geschichte ins Gewand einer realen Dokumentation zu kleiden. Eines der älteren Beispiele im Bereich Kino ist "Blair Witch Project". Das Konzept hat sich Jahre später innerhalb der TV-Sphäre wiedergefunden oder möglicherweise neu erfunden, als Serien wie "The Office", "Parks & Recreation" oder "Modern Family" aufkamen und die fiktiven Charaktere der Serie nun auf einmal einzelne Kamera-Interview-Einstellungen bekamen und die dargestellten Szenen - in ihrer Rolle bleibend - kommentierten, Zusatzinfos gaben oder sogar die Einleitungen für ihre Szenen selbst vortrugen.
Sinn der Sache mit dem Doku-Kleid ist eine stärkere Immersion des Zuschauers. Zum einen werden gelernte Muster in Sachen Realismus und Dokumentationsformat wiederholt. Zum anderen: Wenn die Figuren sich aus der eigentlichen Handlung heraus begeben, dabei nach wie vor aber Figuren bleiben und ihre "eigenen Gedanken" mit der Kamera teilen, hat der Zuschauer etwas dem gesamten Ensemble voraus: er kennt jede einzelne Figur besser als die Figuren sich untereinander. Außerdem zieht man erzähltechnisch eine neue Ebene ein: Zwischen Zuschauer und Handlung gibt es nun die Ebene der "erlebten Handlung" der Figuren, die Nachbesprechung der Erlebnisse ganz "unter uns". Es entsteht ein neuer Erzählrahmen und eine kleine Prise Komplexität hat in meinen Augen der Attraktivität von Erzählungen nie geschadet.

Was mich an diesem Format nur immer wieder gern mal irritiert ist, wie die Figuren mit ihrem "Leben" als Dokumentierte umgehen bzw. wie das Doku-Format eher nur deutlich angedeutet statt wirklich durchgeführt wird. Klassische Dokumentationen werden von einer Person durchgeführt, die sich dem Zuschauer gern auch mal zeigt, das Projekt erklärt etc. Unsere Serien-Dokus aber werden nie als Projekte erklärt oder von jemandem zusammenführend durchmoderiert.
Meinetwegen muss das nicht immer der Fall sein und unsere Serien-Doku soll einfach nur den Büro-Alltag ("The Office") oder das Familienleben in untypischer Konstellation ("Modern Family") aufzeichnen, aber nicht besprechen. Meinetwegen.
Gebe ich diesen Punkt ab, stört mich aber eine andere Sache weiterhin: Die Figuren reagieren viel zu selten, viel zu schwach und viel zu unrealistisch auf die permanente Aufzeichnung ihres Lebens. Echte Doku-Teilnehmer stünden in einem viel kritischeren Verhältnis zu den Kameras. Nur alle Jubeljahre kommt es mal vor, dass eine Figur der Kamera andeutungsweise zu verstehen gibt, dass es jetzt grad nicht der passende Moment für eine Aufnahme ist. Hinzu kommt, dass die Figuren anscheinend keine Erlaubnis und kein Interesse haben, die Aufnahmen selbst zu sehen. Missverständnisse ließen sich ratzfatz klären, denn alles ist ja dokumentiert. Scheinbar gilt die oberste Direktive der Sternenflotte auch hier. (Keine Einmischung in Zivilisationen, die zu Forschungszwecken studiert werden.)

27
Mai
2015

Zufall

Zufälle und Zufälligkeiten sind Konzepte unserer Weltwahrnehmung und - rechtfertigung, keine naturwissenschaftlichen Tatsachen. Stets wirken grundlegende Prinzipien von Ursache und Wirkung, welche sich aber in unserer Wahrnehmung vom Standpunkt der Wirkung aus betrachtet nicht als selbstverständlich erschließen, sondern wie die Überwindung einer hohen Unwahrscheinlichkeit oder gar Unmöglichkeit erscheinen.
Mir ist heute eine solche Zufälligkeit widerfahren, die ich gern nachzeichnen möchte. Am Ende steht nur die Begegnung mit einem Bekannten aus dem beruflichen Bereich - das Fehlen einer Sensation kann ich vorwegnehmen. Die Kausalitäten, die zu diesem Wiedersehen führten, empfinde ich aber als sehr gute Beispiele für Zufälligkeiten.

Ich benutze eine App namens Songkick, um mich über anstehende Konzerte von Künstlern, die mich interessieren, auf dem Laufenden zu halten. Die App weiß, was ich gern höre und welche Veranstaltungsorte für mich in Frage kommen und strickt aus diesen Abgleichen Mitteilungen an mich.
Vor fast zwei Jahren bin ich von München nach Frankfurt am Main gezogen und habe damals meine Veranstaltungsorte in Songkick nur auf Frankfurt und Offenbach aktualisiert. Somit wurden Städte wie Wiesbaden oder Darmstadt in der Vorhersagemechanik nicht berücksichtigt. Vergangenen Monat war mir einmal mehr sehr stark danach, endlich mal wieder ein Konzert zu besuchen und ich sichtete eigenständig mögliche Gelegenheiten. So kam ich auf das Konzert von And So I Watch You From Afar (ASIWYFA) am 26. Mai in Wiesbaden. Da ich berufstätig bin, nervt es mich immer etwas ab, dass viele Konzerte mitten in der Woche stattfinden. Um mich sorgenfrei und mich mit gutem Gewissen dem Alkohol als Konzertbegleiter hingebend am Konzert von ASIWYFA erfreuen zu können, nahm ich mir einfach den Folgetag frei, entweder zum Auskatern, für Erledigungen oder einfach für reine Freizeit. Hauptsache Ausschlafen.
Kurz nachdem ich Konzert und Urlaubstag festgezurrt hatte, entschied ich mich, endlich mal wieder zum Zahnarzt zu gehen und regelmäßige Untersuchungen wahrzunehmen. Nach der ersten Untersuchung Anfang des Monats sollte ich einen neuen Termin für ein paar Röntgenaufnahmen und eine kleine Reinigung vereinbaren. Die Sprechstundenhilfe schlug mir den 27. Mai vor. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon wieder vergessen, dass ich diesen Tag frei haben würde und war angenehm überrascht, dass sich der Termin von selbst auf meinen sowieso freien Tag legen ließ. Der Termin wurde für 14 Uhr vereinbart, eine Uhrzeit zu der ich normalerweise so langsam auf den Weg zum Einkaufen machen würde, wäre es ein Samstag. Durch den Zahnarzttermin verschob sich diese Gewohnheit also unweigerlich.
Da ich trotz gestrigem Alkoholkonsum heute morgen ganz gut beisammen war, entschied ich mich, noch vorm Zahnarzt einkaufen zu gehen und dadurch, dass ich nicht direkt zum Konsumtempel fuhr, sondern vorher noch auswärts frühstückte, ergab es sich eben, dass ich auf dem Heimweg vom Einkaufen schließlich zum selben Zeitpunkt den Kaiserplatz passierte wie mein Bekannter aus meiner Zeit in München, der wiederum nur heute in der Stadt war, um einen Termin bei einem an ihm interessierten Unternehmen wahrzunehmen. Dass er als Selbständiger sich überhaupt nach Frankfurt einladen ließ, war so auch nicht von ihm geplant sondern hatte sich nach seiner Aussage eher einfach ergeben.

Normalerweise wäre ich also niemals mittags einfach so in der Stadt unterwegs, sondern im Büro. Nur aufgrund meiner Lust auf ein Konzert, dem freien Tag und dem auf 14 Uhr liegenden Zahnarzttermin war ich am Kaiserplatz und nur weil ihm diese Anfrage aus Frankfurt reinflatterte und er nicht direkt vom Hotel zum Kunden gelaufen ist, war er zu diesem Zeitpunkt ebenfalls vor Ort.
Ich kenne Leute, mit denen lassen sich gewollte und verbindlich vereinbarte Treffen nicht so gut umsetzen wie diese Begegnung heute.

25
Mai
2015

VS

15
Feb
2015

Auf Liebe programmieren

Basierend auf einer Studie über das Verlieben wurden 36 schnaffte Fragen erstellt, anhand derer man zwei Menschen wohl ziemlich sicher in unter zwei Stunden zu Verliebten machen kann.

NY Times Artikel samt aller 36 Fragen

Kernaussage der Studie und damit Basis der Fragen ist die Grundannahme, dass das gegenseitige Zeigen von Verwundbarkeit und das gemeinsame Offenbaren von eigenen Angriffspunkten der vielleicht beste Katalysator beim Knüpfen von Banden sei. Die Fragen provozieren in drei Intensitätsstufen das Kennenlernen der Probanden - zunächst über sanfte Fragen wie die nach dem Lieblingspromi als Abendessensgast bis hin zu Verwundbarkeitsoffenbarung mit Ansage durch Fragen nach den schlimmsten Erinnerungen oder einem "Wenn Du wüsstest, dass Du heute Abend stirbst..."-Szenario.

Ich habe mich nicht eingehend mit der Studie beschäftigt, aber ich gehe mal davon aus, dass nicht nur die rein romantisch-sexuelle Form der Liebe gemeint ist, sondern die allgemeine intime Zuneigung zwischen Menschen, also gern auch platonische Liebe. Es fällt nämlich schnell auf, dass Faktoren wie Attraktivität zwischen den Testpersonen keine relevanten Bestandteile der Versuchsanordnung sind und ich weigere mich auch zu glauben, dass dank einer Sitzung mit allen 36 Fragen aus Personen, die sich gegenseitig nicht anziehend finden, trotzdem Turteltauben werden können.

Was mich am ehesten an den Fragen fasziniert, ist ihre Kombination aus einer prinzipiellen Einfachheit und sozialpsychologischer Aufladung. Die Fragen sind weder doppelbödig noch suggestiv, sondern sehr geradeheraus, aber durch ihre Inhalte und den angedachten Kontext "Ich sitze einer anderen Person gegenüber" extrem spannend. Ich glaube auch, dass jeder Leser der Fragen zumindest erahnen kann, wie sich die beiden Teilnehmer nach der letzten Fragen fühlen werden.
Vielleicht nicht verliebt, aber einander unweigerlich näher.

28
Dez
2014

Gewinner

13
Aug
2014

Superior Spider-man Script

Die Entwicklungen der als solcher bezeichneten "Zielgeraden" um den "Superior Spider-man" Handlungsbogen erzeugen bei mir aktuell keine Freudensprünge. So sehr ich das Konzept von Otto Octavius im Körper von Spider-man gefeiert und genossen habe, so sehr ärgert mich der bereits früh vorbereitete Lösungsansatz, dass eine Art "Geist" von Peter Parker dem neuen Spider-man anhaftet und jetzt sogar explizit seine Rückkehr als Inhaber des Spider-man-Körpers ankündigt.
Ich finde die Idee dieses Geists einfach schwach und auch für ein kommendes Finale nicht spannend.

Daher jetzt nun mein eben in wenigen Minuten herunter getipptes Skript für eine alternative Vorgehensweise um Superior Spider-man und die typische Notwendigkeit, dass eine radikale Veränderung eines Mainstream-Superhelden immer auch wieder rückgängig gemacht werden muss:

Peters Bewusstsein ist in Octavius' Körper gefangen als dieser stirbt.
Octavius' goldener Octobot registriert den Tod seines Schöpfers und aktiviert ein ultimatives Notprogramm: er zieht sich aus dem eben verstorbenen Gehirn von Octavius' Körper die kompletten Bewusstseinsinhalte, die nun aber die von Peter sind.
Peter ist nun ein Bewusstsein gefangen im goldenen Octobot, dem die Zeit davon läuft, da er keine lange Lebenserwartung hat, u.a. da Peter keins der Verstecke von Octavius kennt.
Parallel zu den Geschehnissen um Superior Spider-man kämpft Octobot-Peter ums nackte Überleben und muss in den Laboren von Horizon kleine Raubzüge begehen um seinen Octobot-Wirt am Leben zu erhalten. Aber die Datenmenge des gesamten Bewusstseins überfordern den Octobot auf Dauer und so muss Peter schwere Entscheidungen treffen, z.B. eine wichtige Maschine, mit denen Kranken geholfen werden soll, umfunktionieren und somit das eigene Überleben über das Wohl anderer stellen.
Nach und nach stabilisiert sich der Zustand von Octobot-Peter, denn er baut seinen Wirtskörper stetig aus, bis er ein groteskes Gebilde darstellt, dass halb an Peter halb an Octavius erinnert.
Da er immer noch keine Kampfmaschine ist, sucht er dringende Hilfe bei seinem besten Freund: Harry Osborn. (Wo zum Henker ist eigentlich Harry Osborn die ganze Zeit?)
Harry hilft Peter mit Oscorp-Technologie, obwohl Peter das gar nicht gefällt, denn es kann sein, dass Oscorp dadurch Wissen über Peter ausliest, ohne das er oder Harry es merken - oder plant Harry etwa bewusst damit?
Dank der Oscorp-Technologie ist Peter Superior Spider-man ebenbürtig und kann sich ihm in einem finalen Kampf um das Dasein als Spider-man stellen.
Da Peter das Bewusstsein von Octavius nicht einfach löschen kann, sperrt er ihn in seinen kampfunfähigen Oscorp-Körper und das ist die Wiedergeburt eines technoiden Dr Octopus.
Bäm.

7
Jul
2014

Rehe sind solch wunderschöne Tiere

So voller Anmut.

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